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Im Rahmen der Geldanlagen kommt es immer wieder zu Falschberatungen.

 

Oft ist die Fehlberatungen für die Anleger erst nach Jahren aufgrund der Insolvenz, Liquidation oder sogar Forderungseintreibung durch die Fondsgesellschaften erkennbar.

 

Im Rahmen eines Anlageberatungsvertrages hat der Berater weitgehende Pflichten. Die Rechtsproblematik diesbezüglich soll in dieser Schilderung (aufgrund des erheblichen Umfangs) zumindest rudimentär dargestellt werden:

 

Die Beratung hat nicht nur objekt- sondern auch anlegerbezogen zu erfolgen. Der Berater hat die Anlageziele des Kunden zu ermitteln und anschließend die Auswahl der Anlageprodukte zu treffen. Es ist v.a. über die Renditeaussichten und die spezifischen Risiken der Produkte zu informieren. Die Ausführlichkeit der Information bestimmt sich an den Vorerfahrungen und Kenntnissen des Interessenten. Leider kommt es immer wieder vor, daß nach Kündigung von Anlagen zur Alterssicherung (z.B. Kapitallebensversicherungen) hochspekulative Anlagen verkauft werden ohne die Anleger auf das entsprechende Risiko hinreichend hinzuweisen. Hieraus kann sich je nach Lage des Falles eine Pflichtverletzung des Beraters ergeben, welche zur Rückabwicklung der Verträge führen kann.

 

Auch über die wesentlichen Kriterien der konkreten Anlage hat der Vermittler sachgerecht, vollständig und wahrheitsgemäß zu informieren. In diesem Zusammenhang ist auch auf negative Presseberichte hinzuweisen über welche sich der Berater hinreichend zu informieren hat. Auch das Anlageprospekt ist so rechtzeitig zu übergeben, daß der potentielle Anleger die Möglichkeit hat den Inhalt zur Kenntnis zu nehmen. Das Prospekt ist jedoch nicht als Freibrief für den Berater zu verstehen. Stellt er die Risiken abweichend vom Prospekt dar, kann dies nicht als bloße Anpreisung eingestuft werden, sondern kann eine Haftung des Beraters begründen.

Auch ein fehlerhaftes Prospekt, welches der Berater der Beratung des Anlegers zugrunde legt, kann aufgrund fehlender Überprüfung durch den sachkundigen Berater zu Schadensersatzansprüchen des Anlegers führen.

Der schuldhafte Pflichtenverstoß kann zu Schadensersatzansprüchen führen, wobei die Wertentwicklung der Anlage irrelevant ist. Der Anleger ist grundsätzlich so zu stellen, als ob er die Anlage nie getätigt hätte. Der Kunde hat somit die Wahl, ob er die Anteile Zug um Zug gegen Rückzahlung der Einlage übergibt oder die Anlage behält und den aus der Differenz zwischen angeblicher Rendite und erzielter Rendite als Schadensersatz verlangt. Ausschüttungen, Zinsen und Steuervorteile (nicht bei der Geltendmachung von Schadensersatz Zug um Zug) sind bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen.

Evtl. kann ein Mitverschulden des Anlegers gegeben sein. Die Verjährung beträgt grundsätzlich 3 Jahre, diese beginnt mit Kenntnis gem. § 199 I BGB, die absolute Verjährung unabhängig von der Kenntnis des Anlegers beträgt 10 Jahre nach Zeichnung.

 

Die Berater verfügen in den meisten Fällen über Vermögensschadenshaftpflichtversicherungen, so daß auch die Rückzahlung der geleisteten Einlagen tatsächlich erreicht werden kann.

 

Aufgrund der drohenden Verjährung von Schadensersatzansprüchen sollten Sie Ihre Aussichten schnellstmöglich prüfen lassen.